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Burg Thalberg

Adresse: Dechantskirchen 165
8241 Dechantskirchen


Beschreibung:

Thalberg ist ein hervorragendes Beispiel des hochmittelalterlichen Burgenbaues in der Steiermark und wohl die besterhaltene romanische Burg des Landes. Der Baukomplex der Oberburg ist 90 m lang und 23 m breit. Von ihr ist der größte Teil des romanischen Baubestandes erhalten. An den Schmalseiten der Burg stehen zwei mächtige quadratische Türme. Der 24 m hohe Bergfried im Osten sichert den aus Quadern und Bruchsteinen errichteten Torbau. Er ist durch die zwölf Meter hohe Ringmauer mit dem niedrigeren Westturm verbunden. An den Bergfried schließt der 50 m lange äußere Burghof an. Dessen Nordseite wird von einem dreigeschossigen Wohngebäude begrenzt, das noch aus der Romanik stammt, aber in spätgotischer Zeit ausgebaut wurde. Es ist äußerlich erhalten, doch sind die Innendecken größtenteils eingestürzt, so dass es sich praktisch um eine überdachte Ruine handelt. Im Westen umschließt der ebenfalls dreigeschossige Palas den inneren Burghof. Sein Nordtrakt wurde in spätgotischer Zeit umgebaut, der südseitige Flügel im 17. Jh. neu gestaltet. Im Obergeschoß des Quertraktes, der den inneren vom äußeren Hof trennt, liegt die zweijochige spätgotische St. Niklas-Kapelle, die aber um 1910 neugotisch erneuert wurde. Ihr Chorschluß ragt erkerartig in den äußeren Hof vor. An die Kapelle schließt ein kleiner Saal mit Mittelsäule und barockem Stuckrippengewölbe an. Die Wohnräume des ersten Stockwerks des Palas wurden ebenfalls in den ersten Jahren des 20. Jh. restauriert, nachdem sie lange Zeit ohne Dach dem Verfall preisgegeben waren. Dabei gingen die alten Kassettendecken verloren und die Hofgalerien wurden durch schmucklose Außengänge ersetzt. An den Mauern der einzelnen Gebäuden haben sich einige romanische Details erhalten, so z. B. der viereinhalb Meter hoch gelegene rundbogige Einstieg in den Bergfried mit zwei eingestellten Säulchen, von denen nur die Knospenkapitäle und die Basen dem Zahn der Zeit entgangen sind. Weiters sind noch Reste eines Ornamentfrieses an der östlichen Toranlage sowie zwei vermauerte Doppelbogenfenster zu erkennen. Im 15. Jh. wurde die ganze Burganlage mit einer niedrigen Mauer umgeben, wodurch sich ein schmaler Zwinger ergab. Die ehemaligen Wehrgänge sind nicht mehr vorhanden. Am Fuß des Berges liegt die 1499 errichtete Vorburg. Sie verfügt über einen eigenen Torbau mit ehemaligem Zugbrückenportal und ist durch einen Mauerring mit der Hauptburg verbunden. Ein aus dem 17. Jh. stammender dreigeschossiger Speicherbau nimmt die Südwestecke des geräumigen Hofes ein.


Anreise:



angelegt am / letztes update:
16.03.07 von first / 16.03.07
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Burgfest 2007 21.07.07 10.00

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